Psychobiografien sind Biografien über vorwiegend historische Personen, welche sind nicht nur auf ihr Lebenswerk und Handeln, sondern auch eine psycho – analytische Interpretation und Betrachtung der Person beinhaltet.
Wie bereits angemerkt sind es häufig Personen, die eine wichtige oder auch prägende Rolle in der Weltgeschichte gespielt haben. Ein besonderer Augenmerk liegt hierbei auf der Psyche der Person, ihr Handeln wird hinterfragt und beleuchtet. Dies geschieht, indem man die Kindheit der Person, ihren Werdegang oder ich Privatleben ausführlich beleuchtet, private Briefkorrespodenz analysiert, wobei auch das Schriftbild für analytische Zwecke wichtig ist, Aussagen zeitgenössischer Wegbegleiter, was sich mitunter natürlich auch schlecht machbar ist, oder durch das Interpretieren verhaltenstypischer Merkmale und Verhaltensweisen der Menschen.
Der Autor einer solchen Biografie versucht hierbei möglichst auf viele Fakten zu stützen und seine Schlussfolgerungen logisch zu begründen und klar seine Resultate auszuwerten, ohne dabei seine eigene Meinung zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Dies stellt dabei das größte Problem dar, denn fast jeder psychobiografische Autor durfte sich schon anhören, dass sein Werk vorurteilslastig und schlecht durchdacht ist, was zum einem sicherlich mit der Polarisierung der gewählten Person zusammenhängt, zum anderem aber auch durch unterschiedliche Ansichten des psychologischen Profils der beschriebenen Person zusammenhängt.
Nichtsdestotrotz sind Psychobiografien sehr beliebt und verkaufen sich erfahrungsgemäß sehr gut. Die Arbeit an so einem Buch ist selbstredend sehr anstrengend und zeitaufwendig, da nicht allein das Heraussuchen der Fakten an sich, sondern gerade sie Analyse der Psyche extrem zeitintensiv ist. Häufig schreiben von daher Psychologen selbst solche Bücher, da sie auf dem Fachgebiet der Psychologie, ein sehr kompliziertes und umfangreiches Studiengebiet, logischerweise einen Vorteil haben. Dieser ist auch wirklich von Nutzen, denn ein Autor solch einer Biografie stellt seine Arbeit meist unter ein bestimmtes Motto, quasi einen Aspekt unter dem Er die Person seiner Wahl mit verschiedensten Methoden bearbeitet und analysiert. Zum Ende seines Buches stellt er dann ein zusammenfassendes Resumé seiner Arbeit zusammen und wertet die Person unter dem von ihm gewählten Aspekt psychoanalytisch aus. Teilweise können solche Schlussfolgerungen dann natürlich schon recht einseitig sein, von einer wirklich historisch streng zu wertenden Arbeit geht man von daher doch selten aus.